Cover Gründerinnen von Alexandra Beckstein und Anja Maurer

REZENSION | Alexandra Beckstein & Anja Maurer: Gründerinnen

Was für ein schönes Buch! Nicht nur das Cover und die Gestaltung – auch inhaltlich. «Gründerinnen» erinnert als Sachbuch an ein hochwertiges und modernes Magazin. Und das gefällt.

23 Firmengründungen und Portraits

23 Start-ups werden auf den gut 100 Seiten portraitiert. Die Gründerinnen sind mit Feuer bei der Sache, das spürt man in jedem Wort. Ob es nun nachhaltige Wertschöpfungsketten sind, die die Gründerin zur Basis ihres Start-ups erklärt hat, ein Krebserkrankungstest, ein digitaler Dorfplatz oder eine innovative Scheidungsagentur – diese Frauen haben für alles eine Lösung parat. Und sie sind überzeugt, damit die Welt zumindest ein stückweit besser zu machen. 

Auf rund drei bis vier Seiten pro Unternehmen, erzählen die Frauen offen, wie es zu ihrer Geschäftsidee gekommen ist. Sie lassen uns wissen, welche Vision dem Unternehmen zugrunde liegt und was sie dazu motiviert hat, die ganzen Anstrengungen einer Gründung auf sich zu nehmen.

Die portraitierten Frauen sind moderne Frauen. Sie sehen sich als gleichberechtigt, setzen sich für Nachhaltigkeit mit und in ihren Firmen ein und viele von ihnen wollen nicht zuletzt auch als Vorbild für eine bessere Welt gelten.

Gestaltung und Inhalt: Ein harmonisches Miteinander

Eine bunte Einleitung vor jedem Firmenportrait erklärt in Kürze, worums geht. Es folgt das eigentliche Portrait, welches mit Hardfacts (Name und Zweck des Unternehmens, Rechtsform, Firmenstandort, Gründungsjahr und Anzahl Mitarbeitende) abgerundet wird. Hervorgehobene Zitate und die Einleitung machen ein «effizientes» Schmökern im Buch problemlos möglich. 

Der Inhalt ist klar strukturiert und wird mit einem farblich einfachen, aber prägnanten Design aufgelockert. Das ist gut, denn es sind viele Informationen, die beim genauen Lesen auf einen einprasseln. Das Design lässt einem den Raum, das Gelesene verarbeiten zu können. Die Gründerinnen werden eingangs mit einem Farbfoto vorgestellt, was sie sofort greifbarer und konkreter macht. Kurz: Eine sehr gelungene Ergänzung von Text und Design. 

Das machen, wofür man brennt

Die Frauen machen Mut. Sie fordern auf, Träume und Visionen jetzt zu verfolgen und nicht auf den «richtigen Moment» zu warten, denn dieser komme womöglich nie. Sie ermutigen, die Gelegenheit beim Schopf zu packen und einfach loszulegen:

Gerade weil es in der Schweiz so sicher ist, fordere ich dazu auf, das zu machen, wofür man brennt. (Larissa Hämisegger, unumondo.ch)

Und genau das haben sie alle gemeinsam: Sie haben die Zügel in die Hand genommen und ihr Glück herausgefordert. Alle sind sie heute eine Erfahrung und im besten Fall auch einen Erfolg reicher. Und sie sind froh, diesen Schritt ins Ungewisse gewagt zu haben. – Nehmen wir sie uns also zum Vorbild, Ladies. 😉

Eine sehr inspirierende Lektüre, die den aktuellen Zeitgeist wohl kaum besser treffen könnte. – Inspirierend übrigens nicht nur für Frauen, liebe Männer.

ALEXANDRA BECKSTEIN & ANJA MAURER
GRÜNDERINNEN. DEN MUTIGEN GEHÖRT DIE ZUKUNFT.
© Stämpfli Verlag
ISBN 978-3-7272-6056-8
Veröffentlicht in 2020
Broschierte Ausgabe
136 Seiten

Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zugeschickt. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

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1 Kommentar
  • Zeilentänzerin
    Veröffentlicht um 20:08h, 09 Februar Antworten

    Hallo Noëmi, eine sehr schöne Rezension und ein Buch, das neugierig macht. Mir gefällt es optisch auch sehr gut!

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